Redesign
Mit der heutigen Veröffentlichung von WordPress 7.0, das keinem Geringeren als Louis Armstrong gewidmet ist, stehen wieder einige nützliche technische Neuerungen bereit.
Ich habe dies in den letzten Wochen und Monaten zum Anlass genommen, mich mit den Neuerungen eingehend zu beschäftigen und meiner Website josef.media wieder einem Code-Refactoring inklusive dezentem Redesign und minimaler Überarbeitung des Contents zu unterziehen.
Was hat sich auf der Website geändert?
- Der cremefarbene Hintergrund wirkt moderner und verbessert die Lesbarkeit des Contents in Kombination mit den weißen Teaser-Elementen.
- Die Main-Navigation im Header ist nicht mehr versteckt und kann somit direkt angeklickt werden. Dadurch fallen der Burger-Button und die Sidebar weg. Es bleibt alles sehr reduziert und aufgeräumt weil nur 3 Menüpunkte vorhanden sind.
- Kontakt hat einen eigenen FAQ-Bereich bekommen.
- Über mich wurde im Stil von großflächigen Teasern im Karten-Stil, die einander beim Runterscrollen überlappen, ganz neu gestaltet.
- Aus technischer Sicht konnten PHP-Shortcodes endlich weitestgehend durch PHP-Blöcke mit Autoregistrierung ersetzt werden. Bestehender Code wurde hier 1:1 wiederverwendet – ganz ohne block.json oder Programmierung von custom Blöcken, die bisher mit JS initialisiert werden mussten, was in diesem Fall ein Overkill gewesen wäre. Der Hauptvorteil von Blöcken ist das bessere Benutzererlebnis im Editor. Zudem wird dadurch das HTML-Markup sauberer. Nicht zuletzt gelten Shortcodes schon länger als deprecated – u.a. waren vor einiger Zeit Security-Patches erforderlich, die sogar die Funktionalität einschränkten.
Rein technisch gesehen wäre das Refactoring meiner Website nicht unbedingt nötig gewesen, weil die alte Code-Basis des Themes mit WordPress 7.0 voll kompatibel war. Kleinere Überarbeitungen hätten also ausgereicht. Dennoch fühlt sich der Frühjahrsputz gut an, weil ich weiß, dass das technische Fundament nun auf noch festeren Beinen steht und künftige Updates dadurch noch stressfreier werden.
Was bietet WordPress 7.0?
- KI-Abilities – was sonst!?
- Neues Admin-Theme mit View Transitions und Verbesserungen bei der Barrierefreiheit
- Überarbeitetes Dashboard mit Befehlspalette, um gezielt nach Einstellungen und Werkzeugen suchen zu können.
- Unterstützung für Block-level CSS und Block-Sichtbarkeit.
- Blöcke können endlich auch nur mit PHP erzeugt und registriert werden. Dadurch werden Shortcodes, wie oben erwähnt, überflüssig und einer Block-
firstonly (!) Zukunft steht nichts mehr im Wege. - Es wurde die Basis für Real-Time-Collabaration geschaffen. Dieses Feature erlaubt es mehreren Usern, gleichzeitig und in Echtzeit im Editor zu arbeiten. Nachdem die Entwicklung und die Tests noch nicht abgeschlossen sind, wird es in einem kommenden Release nachgereicht.
- Unter der Haube gibt es im WP-Editor zahlreiche technische Optimierungen.
Alles in allem ist der neue WordPress-Release zwar nicht völlig revolutionär, bietet aber durch die Bank wichtige Verbesserungen und schafft die Grundlage für anstehende Features. Und nachdem nach längerer Zeit wieder einmal ein symbolträchtiger Major Release veröffentlicht wurde, konnten die Entwickler:innen Minimal-Systemanforderungen erhöhen und unnötige Altlasten entfernen.
Wenn man Wert auf ein zukunftsfähiges System legt, ist ein Upgrade auf jeden Fall sinnvoll.
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